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 Steinerne Muldenbrücke (Pöppelmannbrücke) ...Standort anzeigenVisitenkarte 04668 Grimma Telefon: 03437 9858285Alle Kontaktdaten »

Informationen

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WappensteinEröffnung Brücke 2012
Steinerne Muldenbrücke (Pöppelmannbrücke) Grimma
Branchen/Rubriken: Sehenswürdigkeiten, Baudenkmäler

Anschrift:

04668 Grimma

Kontakt:

Stadtinformation Grimma
Telefon: 03437 9858285
Homepage: www.poeppelmannbruecke.de

Beschreibung:

Die Brücke des Barock-Genies

An einer  Engstelle der Mulde oberhalb der Burg wurden in Grimma nacheinander mehrere Brücken erbaut. Mindestens zwei von ihnen aus dem 14. und 16. Jahrhundert bestanden komplett aus Holz; beide wurden im Verlauf von Kriegshandlungen niedergebrannt. Erst August der Starke sorgte für einen widerstandsfähigeren Neubau an der gleichen Stelle, denn er brauchte eine zuverlässige Flussquerung für die Route der Eilpostlinie Dresden – Leipzig. Mit dem Entwurf der Brücke beauftragte er keinen Geringeren als seinen Oberlandbaumeister Matthäus Daniel Pöppelmann, den Architekten des Dresdner Zwingers. Natürlich musste ein
solcher Zweckbau ganz anderen Gestaltungsgesetzen folgen als eine Festarchitektur; trotzdem findet sich am Geländer der Brücke ein prächtiger Wappenstein, der neben der Krone und dem Wappen des königlichen Auftraggebers die üppigen Dekorformen der Barockzeit enthält. 1716 wurde der Grundstein der
Brücke gelegt, 1719 konnte das Bauwerk eingeweiht
werden. Um die Kosten von insgesamt
20 000 Talern wieder hereinzubekommen, wurde ein Brückenzoll eingeführt.

Jetzt symmetrisch ...


Die Konstruktion der Brücke mutet auf den ersten Blick ungewöhnlich an, denn im Unterschied zu vergleichbaren Brückenbauten wie etwa der etwas später ebenfalls von Pöppelmann erbauten Augustusbrücke in Dresden bestand sie von Anfang an nicht aus gleichmäßig aneinandergereihten Pfeilern und Bögen. Neben sechs asymmetrisch platzierten steinernen Korbbögen (rechts vier, links zwei) wies sie in der Mitte eine breitere Durchfahrtsöffnung für Schiffe auf, die von einer überdachten hölzernen Konstruktion, einer Hausbrücke, überspannt wurde. Letztere wurde seit dem 19. Jahrhundert durch unterschiedliche stählerne Konstruktionen ersetzt. Erst die Folgen des verheerenden Augusthochwassers von 2002, das die Brücke sogar überflutete, änderten das Bild des Bauwerks noch einmal grundlegend: Zwei der vier rechtsmuldischen Korbbögen sowie die Hauptöffnung wurden damals zerstört. Seit dem Wiederaufbau 2012 wird dieser Abschnitt durch eine elegante, weit geschwungene Stahlrohr-Sprengwerkbrücke ersetzt.

Inschrift auf dem Wappenstein:

»Für die Ewigkeit – unter der Herrschaft
und auf Kosten Friedrich Augusts, König von Polen und Kurfürst von Sachsen, des gütigen Fürsten und unvergleichlichen Landesvaters, ist dieses stolze Bauwerk an Stelle einer 1637 zerstörten Brücke seit 1716 aus Steinquadern errichtet worden, gleichsam als Denkmal der königlichen und kurfürstlichen Gnade.«

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