Im Tale, wo die Mulde fließt...



Im Tale, wo die Mulde fließt,

da steht ein Städtchen fein, das Niemand wieder gern vergisst, der einmal da kehrt ein. Ihr alle, alle kennt es wohl und hängt mit Liebe dran - drum schenkt mir all' die Gläser voll und stoßt auf Grimma an.

Es lebte mancher brave Mann hier schon in alter Zeit; und Niemand ist, der sagen kann, dass es ihn hat gereut: Der Doktor Luther, Gottes Wort, der war hier wohl vertraut, der holte sich von Nimbschen dort ja seine Jungfer Braut.

Da kam auch der Melanchton her und ließ sich's bene sein: Ja, sagt er, in ganz Sachsen mehr gibt’s nicht solch Städtelein. Auch Vater Kurfürst Moritz war dem Städtel gar zu gut; drum bracht er hier 'ne ganze Schar Scholaren unterm Hut.

Von Hohnstädt ging der Seume fort und strampelte zu Fuß von Stadt zu Stadt, von Ort zu Ort, bis hin nach Syrakus. Doch selbst, wo heiß die Sonne sticht, im tiefen Südenland, vergaß er dich, mein Grimma, nicht und nicht den Muldenstrand.

In Döben, wie Ihr alle wisst, da gibt’s ein "Guck-ins-Land", so herrlich, wie nur eines ist im ganzen Sachsenland; und auf der Gattersburg, wer steht da nicht mit freiem Sinn und sieht, wie still die Mulde geht zu seinen Füßen hin.

Der liebe Gott hat‘s überall zwar gut und brav gemacht, doch unser liebes Muldental absonderlich bedacht: Der Frühling ist voll Blumenduft, der Herbst von Segen schwer, die Nachtigall dazwischen ruft - nun sprecht, was will man mehr.

In Grimma gibts drum frohe Leut', doch gute noch viel mehr: - Auf Grimmas gut und frohe Leut' trinkt nun das Gläschen leer - und fragt mich Jemand, ob da blüh‘n auch Mädchen hübsch und fein, so sag ich: Guck nur selber hin, es wird dich nicht gereu'n.

Dr. Ferdinand Stolle.

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