Stadtentwicklung

Stadt-Land-Grimma, Stadtkultur

Die Schwerpunkte der städtebaulichen Entwicklung von Grimma bis zum Jahre 2020 Prognosen sind immer schwierig, vor allem, wenn es um die Zukunft geht.

1. Von 1990 bis 2008 hat Grimma (betrachtet in den Grenzen von 2010) fast zweieinhalbtausend Einwohner (genau –11,1%) verloren. Klar: Borna, Wurzen, Eilenburg, Torgau, Döbeln, praktisch alle ehemaligen Kreisstädte in der Umgebung haben noch zum Teil erheblich größere Verluste hinnehmen müssen. Besonders interessant ist, dass dieser Einwohnerrückgang in der Summe ausschließlich die Grimmaer Kernstadt betroffen hat. Die dörflichen Ortsteile hatten dagegen im Jahre 2010 zusammengerechnet genauso viele Einwohner wie 1990. Seit 2005 geht auch die Einwohnerzahl im ländlichen Raum kontinuierlich zurück. Für das Jahr 2020 müssen wir uns darauf einstellen, dass es rund tausendfünfhundert Menschen weniger werden.

2. Innerhalb der Kernstadt verläuft die Entwicklung nicht einheitlich. Der Stadtteil Altstadt verzeichnete seit 2004 sogar einen Einwohnerzuzug. Die Konzentration der Mittel auf diesen Bereich hat sichtbare Erfolge gezeigt.

3. An der Autobahn geht es uns um Lärmschutz, insbesondere für die Bürger von Beiersdorf. Dort gibt es interessante, innovative Ansätze.

4. Und was die weitere Vervollkommnung des Radwegenetzes angeht, so beginnen wir – unter Einbeziehung aller Ortsteile – den Diskussionsprozess mit den Ortschaftsräten. Ein intelligentes System ist das Ziel, dass die touristischen und Aspekte des Alltagsradverkehrs sinnvoll miteinander verbindet.

5. Insbesondere auf dem Land wird das Thema Abwasserentsorgung weiter ganz oben stehen. Hier haben die Diskussionen in den letzten zwei, drei Jahren deutlich an Qualität und Zielstrebigkeit gewonnen. Die Bürger sind gut beraten, dabei zusammenzustehen und – örtlich differenziert – gemeinsame Lösungsmodelle zu entwickeln und durchzusetzen.

6. Die Stadt wird – entsprechende Beschlüsse des Rates vorausgesetzt – ihre Energieversorgung stärker in die eigenen Hände nehmen. In welchem Umfang neben der Übernahme der entsprechenden Leistungssysteme und dem Endkundengeschäft auch die eigene Erzeugung von Gas und Strom eine Rolle spielen wird, ist noch zu diskutieren.

7. Mit ihren Aktivitäten im Energiebereich – Erstellung eines Klimaschutzkonzeptes nach den Maßgaben des Bundes und Mitwirkung am europaweiten Energiediskurs im Rahmen des European Energy Award – möchte sich Grimma auf diesem Gebiet weiter profilieren und im nationalen Rahmen auf sich aufmerksam machen.

8. Besonders aktiv war die Stadt in den letzten Jahren bei der Sanierung und dem partiellen Neubau von Schulen, Turnhallen und Kindertagesstätten. Es war das besondere Anliegen, unseren Bürgern und ihren Kindern optimale Bedingungen anzubieten. Hier sollen in den nächsten Jahren weitere Einrichtungen, vor allem in den neu hinzugekommenen Ortsteilen „auf Vordermann“ gebracht werden.

9. Zunehmend werden die Anforderungen an die Wirtschaftsförderung und -entwicklung. Als Mittelzentrum muss Grimma attraktive Gewerbeflächen entwickeln und anbieten. Wenngleich uns die bereits ansässigen Unternehmen in besonderer Weise am Herzen liegen, müssen langfristig auch für größere Erweiterungen und Neuansiedlungen ausreichend Gewerbeflächen zur Verfügung stehen. Die Flächenreserven etwa in den Gerichtswiesen oder an der Hengstbergstraße sind nahezu aufgebraucht.

10. Zur Entwicklung des Einzelhandels hat die Stadt ein entsprechendes Konzept beschlossen, dessen Grundzüge – Vorrang der Entwicklung der Innenstadt als Handelsplatz und verbrauchernahe (Grund-)Versorgung in den Wohngebieten – mit den Einzelhändlern und Handelsunternehmen umgesetzt werden muss. Im ländlichen Raum müssen wir beharrlich dafür Partner gewinnen, sich der dortigen Herausforderung zu stellen.

11. Die Hochwasser-Schutzanlage wird in drei, vier Jahren fertig sein. Als Stadt stehen wir hier in der Verantwortung und auch die Gewässer zweiter Ordnung, wie der Tannickenbach, der Kranichbach, treten bisweilen über ihre Ufer.

12. Lärmschutz, Altlastensanierung, Klimaschutz; Fleißaufgaben, die manchmal unspektakulär sind, dafür aber einen langen Atem erfordern. Dazu gehören auch das Führen eines Ökokontos und ein qualifiziertes Gewässermanagement, bei dem uns insbesondere der Landschaftspflegeverband ein wichtiger Partner ist.

13. Und dann hoffen wir, dass es uns gelingt, die drei größten ruinösen Brachen im Stadtgebiet Schritt für Schritt zu beseitigen: das Gelände des ehemaligen Milchhofs an der Nerchauer Straße, das ehemalige Kasernengelände an der Lausicker Straße und die Ruine der Roggenmühle, für die wir nach wie vor nach einem Nutzungskonzept suchen.

Kontakt
Stadtentwicklungsamt – Amtsleiter
Jochen Lischke

(0 34 37) 9 85 84 10
lischke.jochen@grimma.de

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