Nerchau - Details


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Bürgerzentrum Nerchau
Nerchauer Hauptstraße 18
034382/ 70 70
"03437/ 98 58 227
Öffnungszeiten: » Rathaus » Stadtverwaltung




Daten

Ortsteile: Bahren, Cannewitz, Deditz, Denkwitz, Fremdiswalde, Gaudichsroda, Golzern, Gornewitz, Grottewitz, Löbschütz, Schmorditz, Serka, Thümmlitz und Würschwitz

Lage: ca. 8 km nordöstlich von Grimma
Fläche: 39,39 km²

Einwohnerzahl:3894 insgesamt (Stand: November 2010)
 Bahren547
 Cannewitz308
 Deditz46
 Denkwitz50
 Fremdiswalde447
 Gaudichsroda13
 Golzern271
 Gornewitz80
 Grottewitz56
 Löbschütz27
 Nerchau / Stadt1712
 Schmorditz159
 Serka24
 Thümmlitz17
 Würschwitz137

Nerchau liegt im landschaftlich reizvollen Gebiet der vereinigten Mulde und blickt auf eine über 1000-jährige Geschichte zurück.

Nerchau

  • Erstmals 974 als Nirichua im Zusammenhang mit König Otto II. erwähnt
  • 1534 steht das geteilte Nerchau unter Trebsener Herrschaft
  • 1547 bis 1549 „Bierkrieg“ mit Grimma um das Exportrecht des Nerchauer Bieres „Pumpernickel“
  • Nach Annahme der revidierten Gemeindeordnung von 1857 folgten die Fabrikgründungen: 1887 Papierfabrik, 1891 Farbwerke (Die beiden Firmen existieren heute noch), 1893 Ofenfabrik, 1904 Buchbinder, Goldschnittmacher und Drechsler

Bahren

  • Entstanden 1348 als Parin (slawisch für Ort am Sumpf)
  • seit 1969 OT von Golzern, seit 1994 OT von Nerchau
  • Wohnort von Willy Grigoleit, Jahrgang 1949, Hufbeschlagschmied, betreut die Pferde auf den Rennbahnen in Leipzig und Halle
    sowie Günter Ketelhut, Jahrgang 1926, Maler und Grafiker, seit 1979 in Bahren, zeichnet und malt besonders Porträts und Landschaftsbilder
  • Sehenswürdigkeiten: die „Loreley“ – ein Felsen, der 25 Meter hoch über der Mulde am Kluftberg thront und die „Prinzengrotte“, deren Namen heute noch der Heimatverein Bahren trägt

Cannewitz

  • 1378 als Konewitz (slaw. für „Ort, wo Pferde gezüchtet werden) entstanden
  • traditionsreiche Bierbrauerei vom 13. Jahrhundert bis 1999
  • sehenswerte Kirche aus dem 14. Jahrhundert mit Sandsteinkanzel und dem Bildnis des Stifters, dem einstigen Herren auf Cannewitz, Wolf von Starschedel, das Werk wurde von einem Meißner Bildhauer in meisterlicher Manier 1612 geschaffen und ist eine weit über Sachsen hinaus bekannte kulturgeschichtliche Berühmtheit

Deditz

  • 1421 als Tedicz (slaw. "Leute eines Tet") entstanden
  • die Deditzer Höhe wird viel und gern als Ausflugsziel für Wanderungen genutzt, über die man bei guter Sicht bis Leipzig blicken kann
  • ein kleines Kulturdenkmal steht ganz oben auf der Kuppe der Deditzer Höhe: eine 1,5 Meter hohe Denkmalsäule aus rotem Rochlitzer Prophyrtuff, sie erinnert an die Landvermessung (Triangulation) von 1873

Denkwitz

  • 1378 als Dengkewicz („Ort, wo Waldbienenstöcke sind“) entstanden
  • traditionsreiche Waldbienenzucht

Fremdiswalde

  • 1330 als Fremdiswalde (deutsch für „Rodungssiedlung eines Friedemar“) entstanden
  • Die im 13. Jahrhundert erbaute und 1780 erneuerte Kirche enthält im Inneren romantische und gotische Freskomalerei, was eine Seltenheit in Sachsen ist
  • Der Ortsteil Vierteln ist mit etwas über 50 Jahren der jüngste Ort im Muldental

Gaudichsroda

  • Um 1850 entstanden, ehemaliges Vorwerk vom Rittergut Mutzschen

Golzern

  • 1350 als Golczhorn entstanden, mehrdeutig (wohl slawisch)
  • 1838 entsteht eine Papiermühle, die 1862 zur maschinellen Papierfabrik umgebaut wurde, die bis heute Papier produziert und einer der bedeutendsten Papierausrüster Deutschlands und Europas ist
  • seit 1909 wird in Golzern der Wasserstand der Mulde zur Hochwasserwarnung gemessen, seit 1999 übernimmt die Messung eine moderne und automatisierte Messstation

Gornewitz

  • 1417 als Garnewitz (slawisch für „Ort, wo ein Ofen zum Eisenschmelzen ist“) entstanden
  • bekannt geworden durch die Wassermühle (seit 1551) und die Nistplätze der Störche (seit 1945)

Grottewitz

  • 1030 als Grothomizi entstanden, 1378 Grotticz (slawisch für „Leute des Grot“)
  • 1886- 1890 lebte Curt Pfütze (alias Dr. Curt Grottewitz) in Grottewitz, der als feinsinniger Naturschilderer literarisch hervortrat, er forderte die arbeitende Bevölkerung zum aktiven Wandern auf und engagierte sich in zahlreichen Veröffentlichungen für den Schutz unserer natürlichen Umwelt als Quelle der Volksgesundheit und Lebensfreude, seit 1989 erinnert eine Steintafel an jenen bekannten Autor

Löbschütz

  • 1446 als Lobeschicz (slawisch für „ Leute des Lobek“) entstanden

Schmorditz

  • 1244 als Smurdewitz (slwaisch für „Leute im Ort der Bauern“) entstanden
  • seit 1949 Teil von Nerchau
  • Schmorditz beherbergt zwei Gedenksteine für acht italienische Soldaten, die hier 1945 in den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges gefallen sind

Serka

  • 1378 als Sylkow (slawisch für „Ort eines Sil(e)k) entstanden
  • seit 1992 Wohnort des Kunstmalers Holger Voigt und seiner Familie

Thümmlitz

  • 1378 als Dymoycz (slawisch für „Ort, wo der Rauch ist“) entstanden
  • trotz des Namens gibt es keine Gemeinsamkeiten mit dem 15 km entfernten Thümmlitzwalde
  • seit 1920 versorgt die Quelle aus dem nahen Johannisgrund den Ort mit eigenem Trinkwasser

Würschwitz

  • 1378 als Wirschewicz (slawisch für „Leute des Virsch“) entstanden
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