Großbardau

(seit 2006) – 1650 Einwohner
mit den Ortsteilen Bernbruch, Kleinbardau und Waldbardau


Zahlreiche geschichtliche Belege deuten darauf hin, dass Großbardau eine Karriere als heimliche Stadt bevorstand. Umgeben von ausgedehnten Waldgebieten lag die fruchtbare Parthenaue so günstig, dass sich im frühen Mittelalter in „Parda“ die letzte deutsche Salzhandel-Schutzherberge auf diesem Weg in Richtung Süden vor dem Erzgebirgsurwald befand. Salzhändler auf dem Weg nach Prag kamen auf der historischen Handelsstraße nicht am ehemaligen Geleithaus auf dem Gilsenberg vorbei. Schnell entwickelte sich der Ort auf einem emporragenden Felsen über der Parthefurt. Heinrich der II. wollte Anfang des 11. Jahrhunderts hier das kirchliche Mittelzentrum des Bistums Merseburg aufbauen. Soweit kam es nicht. Dennoch, aus einem geplagten hölzernen Vorgängerbau entstand die große romanische Dorfkirche. Diese war noch bis 1240 die „Mutter“ der Grimmaer Stadtkirche. Schnell verlor Großbardau aber an Ansehen. Der Ort tauchte 1218 erstmalig schriftlich auf einem Antrag zum Bau der Grimmaer Schlosskapelle auf. Zu der Zeit hatte allerdings Grimma bereits das Marktrecht inne. Kleinbardau entstand 1243 als Zweigsiedlung.

Die erste urkundliche Erwähnung Bernbruchs lässt sich etwa zehn Jahre später, in der Konjunktur der Großbardauer Wassermühlen, zurückführen. Waldbardau entstand als Erholungsgebiet erst in den 1930er Jahren. Im 20. Jahrhundert machte sich Großbardau einen Namen als größtes Bauerndorf weit und breit. So zählte man im Jahr 1945 71 landwirtschaftliche Betriebe. Zu Zeiten der DDR dominierte die Landwirtschaft. Die große LPG Pflanzenbau Kleinbardau war tonangebend und spielte eine große Rolle in der Saatgutvermehrung der Motterwitzer Pflanzenzucht. von. Im malerisch gelegenen Großbardau gab es an der Parthe zwei Wassermühlen und eine große Turmwindmühle, bis in die jüngste Zeit arbeitete eine Molkerei. Das Gebiet um den Buchteich ist eine Schatzkammer der heimischen Natur. In den letzten Jahren konnten zwei neue Wohngebiete erschlossen und renommierte Gewerbeansiedlungen verzeichnet werden. Das rege Vereinsleben, intakte Netzwerke und traditionelle Feste machen Großbardau so sympathisch.

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