Döben

(seit 1994) – 1050 Einwohner
mit Dorna, Grechwitz und Neunitz

Wer in der tausendjährigen Geschichte des Ortes Döben stöbert, wird denken, einen guten Krimi aufgeschlagen zu haben. Die Döbener Intrigen, Mordgeschichten und Streitigkeiten des Mittelalters gaben genügend Stoff für Bestseller. Dabei kann der beschauliche Ort auf eine noch viel längere Historie verweisen. Funde vor 2.500 Jahren deuten auf eine frühe Besiedelung hin. Aufmerksame Wanderer stoßen im Naturschutzgebiet „Döbener Wald“ auf Reste einer der größten bronzezeitlichen Siedlungsanlage in Sachsen, den Zetten, oder auf eine geschwärzte Steinnadel, die sogenannte Feueresse. Die gotische Kirche bildet den höchsten Punkt des schmucken Bergdorfes. Wie eine Schatzkammer behütet sie, von wunderschönen
Zellengewölben umgeben, eine große Zahl an guterhaltenen Erinnerungen.
Zu diesen gehören eine 500 Jahre alte Grabplatte eines Ritters, wertvolle Renaissance-Stifterfiguren und ein seltener Altar. Der Turm bietet den umfassendsten Blick auf die Umgebung Grimmas.. Am Fuße des Dorfes, romantisch gelegen hoch über dem „Muldeknie“, befindet sich die Schlossanlage Döben. Nach der Zerstörung in den 1970er Jahren blieb nicht viel übrig. Der romantische Teepavillon und die alte Brauerei sind die letzten Zeugen. Allgegenwärtig bleibt die Reichsburg im Grimmaer Stadtwappen bestehen. Der sehr große, dreieckige Dorfplatz weist auf eine steckengebliebene Stadtentwicklung hin. Das Dorf Göhren ging längst in Döben auf.

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Dorna. Vom kleinen, immer durch Hochwasser gefährdeten Dorna aus, wurde die Aue auf dem Gleithang im großen Muldenbogen bewirtschaftet. Die Teile der landschaftlich interessanten Flur auf dem Galgenberg sind trocken und sandig mit Waldinseln. Es gibt den dörflichen Neckreim: „De Mulde brennt, de Mulde brennt, de Debschen (Döbener) komm mit Stroh gerennt, de Dornschen (Dornaer) sin och nich dumm, die löschen mit Petroleum“.

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Grechwitz. Die Staatsstraße führt am Kern des Dorfes vorbei, das mehr von Häuslern als Bauern bewohnt wurde. Auf den örtlichen Bedarf war die Ziegelei orientiert, die die DDR–Zeit überstand, aber nach Modernisierung musste der Eigentümer resignieren.

Neunitz. Das Bauerndorf auf der Wasserscheide zwischen Grimma und Mutzschen endet in einer Sackgasse. An deren unteren Ende wurde nach 1945 noch einmal ein kleiner Braunkohlenschacht „aufgewältigt“ in dem Rohbraunkohle für den örtlichen Bedarf abgebaut wurde. Das Anhängsel Neuneunitz entstand neben einer kleinen Ziegelei und Kohlengrube, in der ebenfalls im Tiefbau gearbeitet wurde.

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