Böhlen

(seit 2011) 560 Einwohner
mit Seidewitz

Bereits Mitte des 13. Jahrhunderts war der Herrensitz im Besitz des Heinricus de Belen bekannt. Als Böhlen trat der Ort erst dreihundert Jahre später in Verbindung mit dem Rittergut urkundlich in Erscheinung. Das Herrenhaus wurde vermutlich in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts erbaut und mehrfach umgebaut. Später wurde es ein Kinderheim, jetzt nutzt es der Heimatverein mehrfach.

Das große, „stadtferne“ Dorf war schon immer vor allem auf sich gestellt und hatte sogar eine kleine Tankstelle. Es ist buchstäblich von Obstanlagen eingeschlossen. Die ländliche Mittelschule bewährt sich vor allem durch die Arbeit engagierte Lehrerinnen und Lehrer. Der mehrfach verdienstvolle Walter Naumann trug alles zusammen, was wir über den Thümmlitz wissen, an ihn erinnert ein Gedenkstein im Forst. Am Südring entstand in den letzten Jahren eine neue Eigenheimsiedlung.

Seidewitz: Entlang der Straße hinab ins Tal der Freiberger Mulde wurde das Dorf erbaut, dessen Einwohner mit und vom Thümmlitz lebten. In der Nachbarschaft wurde nach der Wiedervereinigung ein großes Altpapier–Reycycling–Werk erbaut, in dem schon bald nach der Einweihung die Arbeit wieder eingestellt wurde.

Der Thümmlitzwald


Mit reichlich 1.500 Hektar Fläche gehört der Thümmlitzwald zu den ältesten Forsten der Welt. Seit 1820 wurde der Thümmlitz vermessen, anschließend genauso schnell und konsequent in Rechtecke von 460 mal 640 Meter in sich eingeteilt und die „Abteilungen“ bepflanzt. Damit war aus dem locker bestockten, heideartigen Laubmischwald ein Gebiet geworden, in dem sehr schnell Nadelbäume wuchsen, die schon sehr schnell „geerntet“ und das Holz vom Staat gewinnbringend verkauft werden konnte. Das durch die Arbeit von Cotta Vater und Sohn schnell verdiente Geld sollte dann wieder dem Walde zugutekommen, der wieder als ein Laubmischwald angebaut werden sollte. Erst nach Schädlings- und Brandkatastrophen wurde begonnen, den Thümmlitz wieder in einen Laubmischwald umzuwandeln. Dabei ist die Zukunft aber ungewiss, da große Teile des östlichen Teiles „privatisiert“ werden sollen. Das Gebiet ist ungewöhnlich reich an verschiedenen steinernen Zeugen und vollkommen erschlossen.

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